Wirkung

Diesen Blog habe ich vor Jahren gestartet mit der Hoffnung, dass ich vielleicht mit der Zeit irgendwas positives mit meinen Beiträgen bewirken kann. Ich habe unzählige Beiträge über IT, über Elektronik, über Bücher und vieles mehr veröffentlicht. Alles Themen, die mich im Alltag beschäftigen. Ich habe nicht aufgehört, Exzellenz anzustreben, den Status Quo zu hinterfragen und das beste aus meinem Dasein zu schöpfen. Meine Erkenntnisse habe ich hier geteilt.

Der Grund, warum ich ein großer Unterstützer von IT und Digitalisierung bin, warum ich als Entwickler und IT Berater arbeite ist, weil ich überzeugt bin, dass man mit fortschreitender Automatisierung und Digitalisierung den Wohlstand für alle steigern kann. Ein Verdienst in Form von Einnahmen oder Gehalt sind und waren für mich nie das primäre Ziel. Die Voraussetzung um am Wohlstand zu arbeiten ist jedoch der Schutz unschuldiger Leben.

Seit zwei Monaten ereignet sich ein unbeschreiblich großes Leid im nahen Osten und ich habe evaluiert, inwiefern ich entgegen diesem Leiden etwas beitrage. Ich bin zum Schluss gekommen, dass mein Beitrag erschreckend gering ist oder gar, dass ich indirekt das Leiden unterstütze. Für mich ist ein Moment gekommen, die Handbremse ziehen und meine Handlungen neu zu orientieren.

Meine Blogposts sind weniger geworden. Das heißt nicht, dass ich untätig bin. Sondern dass ich andere Aktivitäten verfolge, die meiner Meinung nach entscheidender sind. Die größte Stärke, die ich besitze ist mein unerschütterlicher Optimismus in den schwierigsten Zeiten. Ich werde nicht aufhören, für die Werte zu kämpfen, für die ich stehe. Für Frieden, für den Schutz unschuldiger Leben, für Gerechtigkeit und gegen Unterdrückung.

Masterthesis

Die letzten Monate ist es ein wenig ruhig in meinem Blog geworden. Ich versuche nach wie vor meine Zeit effektiv zu nutzen und das beste daraus zu machen. Es sind nur noch zwei Wochen bis zur Deadline meiner Masterthesis. Der praktische Teil ist schon lange fertig. Der theoretische Teil wurde ein wenig vernachlässigt, aber ich bin noch im Zeitplan.

Meine Schule endete vor 12 Jahren. Damals hatte ich ein Studium angefangen, abgebrochen, habe mich selbstständig gemacht, habe dann wieder ein Studium angefangen und bin nun am Ende meines langen Studentenlebens angekommen. Ein Leben lang muss man lernen und lernwillig bleiben. Aber ich habe dennoch das Gefühl, dass ein neuer Teil meines Lebens seinen Anfang findet.

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Wintersemester 22/23 Abschluss

Die letzten sechs Monate haben das Ende meines Studiums besiegelt. Ich habe alle Prüfungen geschrieben, bestanden und das einzige, was noch fehlt ist die Masterarbeit. Ich habe mit diesem Semester auch meine Tätigkeit als Lehrbeauftragter fürs erste pausiert. Ich werde im kommenden Semester keine Vorlesung anbieten.

Blick vom Kaiserstuhl auf Heidelberg

Es war in vieler Hinsicht ein anspruchsvolles Semester. Eine Zusammenfassung der Inhalte sind im Zwischenstand zu finden. Wie geht es aber nun für mich weiter? Es ist erneut eine aufregende Zeit. Wo ich am Ende des Jahres sein werde, ist offen. Es ist Zeit für ein Rückblick.

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Wintersemester 22/23

Letzte Woche ist die letzte Note aus dem letzten Semester in das Notenportal eingetragen worden. Damit habe ich alle Module des zweiten Mastersemesters erfolgreich durchgeführt. Ich habe die letzten drei Monate intensiv an den Herausforderungen meines Bereches bei SAP gearbeitet. Die „Datenbanken“ Vorlesung, die ich als Lehrbrauftragter durchführe ist abgeschlossen. Was da nur noch fehlt ist die Klausureinsicht.

Seit einer Woche hat das neue Semester angefangen. Ich bin nun im dritten Mastersemester. Es ist vermutlich auch mein letztes Semester mit Vorlesungen. Im nächsten Semester steht die Masterarbeit an. Neben meinem Studium arbeite ich weiterhin als Werkstudent bei SAP. Dabei arbeite in einem S/4HANA Engineering Team als Data-Scientist. Meine Arbeitszeit habe ich wegen den ersten intensiven Vorlesungswochen herunter geschraubt. Ich bin außerdem auch als Lehrbrauftragter an meiner Hochschule tätig und biete wöchentlich 2 SWS die Vorlesung „Informationssicherheit“ des fünften Semesters im Wirtschaftsinformatik Bachelorstudium an. Letzten Freitag habe ich die erste Vorlesung durchgeführt und sie war ein großer Erfolg.

Abgesehen von Arbeit und Studium habe ich selbstverständlich auch weitere Projekte am Laufen, die ich meistens an Wochenenden antreibe. In diesem Beitrag möchte ich kurz den Stand dokumentieren.

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Nextcloud Teil 2

Vor über 3 Jahren habe ich mir eine private Nextcloud Instanz eingerichtet, die ich seit dem intensiv genutzt habe. Ich habe mehrere Accounts, die ich für unterschiedliche Zwecke und unterschiedliche Rechner genutzt habe. Auf meinem privaten Rechner konnte ich so auf meine privaten Bilder zugreifen, und auf meinem Arbeitsrechner diesen Zugang unterbinden.

Speicherplatz auf /dev/sda1 ist zu 96% voll.

In der Zwischenzeit habe ich den Server natürlich auch gewartet, immer schön Updates installiert und geschaut, dass alles weiterhin sicher und ordentlich ist. Leider hat sich ein Problem mit dem Speicherplatz ergeben. Meine 40GB Speicherplatz auf der Cloud Instanz sind voll geworden. Eigentlich müsste das einfach sein, Speicherplatz zu erhöhen. Schließlich ist handelt es sich um „Cloud“-Server.

Preise der Hetzner Cloud Server

An den Preisen sieht man, dass zwar wenig Speicherplatz relativ günstig ist (was ich auch genutzt habe), dass man aber sehr schnell zu höheren Preisen kommt, wenn man ein paar hundert GB Speicherplatz benötigt. Ich benötige eine Nextcloud mit mehreren TB Speicherplatz, um auch meine privaten Bilder, auf dem Smartphone, meine digitale Büchersammlung, meine alten Festplatten und USB Sticks, meine Videospiele-Roms vollständig backuppen zu können. Alleine meine private Nintendo Rom Sammlung ist ein paar hundert GB. Aus diesem Grund habe ich beschlossen, meine ganze Nextcloud auf einen dedizierten Server umzuziehen.

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Data-Science bei SAP

Gerade ist vorlesungsfreie Zeit und ich habe meine Arbeitszeit bei SAP erhöht. Ich arbeite intensiv an den Data-Science Herausforderungen unseres Bereiches. Es macht so unglaublich viel Spaß. Es sind genau die Art von Herausforderungen, die ich mag: Es ist anfangs nicht klar, was das Ergebnis überhaupt sein wird, es haben noch nicht viele daran gearbeitet und ich habe das Gefühl, dass ich Pionierarbeit mache.

Es ist einfach, ein paar Daten herunterzuladen und in einer graphischen Oberfläche darzustellen. Wenn die Herausforderung so einfach wäre, wäre ich dafür vermutlich nicht eingestellt. Die Herausforderungen sind verzwickter. Es geht um das Verstehen komplexer Geschäftsprozesse. Es gibt oft eine abstrakte Repräsentation eines Geschäftsprozesses, welcher relativ gut dokumentiert ist. Es gibt aber auch eine technische Repräsentation, die meist viel detaillierter ist und die meistens nur in den Köpfen einzelner Entwickler oder als ABAP Code vorhanden ist. Diese technische Repräsentation wurde bislang noch nicht so richtig durchleuchtet. Ich bringe Licht ins Dunkle, indem ich bei unseren Data-Science Aktivitäten den Aufwand betreibe, diese richtig zu verstehen und dokumentieren. Ich interviewe dafür die Entwickler und Experten und baue Diagramme von Inhalten auf, die vermutlich niemand vorher in solch eine Ordnung gebracht hat.

Was ist der Wert von Datenvisualisierung in Form eines Dashboards? Ohne die betriebswirtschaftliche und technischen Zusammenhänge zu verstehen, haben diese Visualisierungen keinen Wert. Für mich stellt sich durchgehend die Frage, wie ich Wert für unseren Bereich generiere. Tatsächlich offenbart sich der Wert erst dann, wenn irgendeine Aktion an die Datenvisualisierung gebunden ist. Die Datenvisualisierung hilft dann was, wenn Trends erkennbar werden, wenn Usage und Adaption messbar werden. Eine Aktion kann sein, dass man mehr Ressourcen oder Priorisierung in die Entwicklung bestimmter Objekte steckt.

Usage und Adaption ist bei uns ein entscheidender Aspekt. Wenn man sich überlegt, von was man alles die Nutzung messen kann, dann stellt man fest, dass es so vieles sein kann. Ist es vielleicht eine API? Ist es eine Klasse? Ist es eine Entität? Ist es eine Operation? Ist es eine bestimmte UI? Ein bestimmtes UI-Element? Eine bestimmte Fehler-Kategorie? Bestimmte ausgefüllte Felder? Es kann so vieles gemessen werden.

Daten bringen ihr Potenzial erst auch dann hervor, wenn man sie mit anderen Daten anreichert oder verschiedene Datensätze miteinander verbindet. Eine populäre Frage in diesem Kontext ist beispielsweise, ob die Einführung und Nutzung einer bestimmten Funktionalität die Abnahme einer anderen Funktionalität zur Folge hat. Im SAP Kontext gibt es so viele unterschiedliche Technologien und Möglichkeiten. Es ist kaum möglich zufällig diese Zusammenhänge zu finden. Ein tieferes Verständnis von den betriebswirtschaftlichen Zusammenhängen ist hier wieder essentiell.

Fünf jähriges Jubiläum des Blogs

Es ist unglaublich wie schnell die Zeit vergeht. Heute habe ich realisiert, dass mein Blog im Februar fünf Jahre alt geworden ist.

Ich bin mir nicht sicher, wie lange ich diesen Blog führen werde. Ob meine Motivation nach 2 Tagen flöten geht? Ich weiß nicht!

Vor fünf Jahren wusste ich, dass ich nicht genug Disziplin habe, regelmäßig Zeit mit Schreiben von Beiträgen zu verbringen. Man startet eine Diät, ein neues Hobby. Tief im Innern weiß man, dass man eventuell nach kurzer Zeit wieder abbrechen wird, weil es nun mal oft so war. Aber hier ist ausnahmsweise mal ein Positiv-Beispiel zu sehen. Ich habe (zwischendurch mit Pausen) relativ zuverlässig Blogbeiträge verfasst. Ich werde das Jubiläum nutzen, um mein Blog umzubenennen.

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Talent-Verschwendung an deutschen Schulen

Heute kam im Handelsblatt der folgende Artikel.

Die große Talent-Verschwendung an deutschen Schulen

Fachkräfte in Deutschland sind chronisch knapp. Doch noch immer bleiben Tausende Schüler unter ihren Möglichkeiten. Wo genau liegen die Fehler im Bildungssystem?

https://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/fachkraeftemangel-die-grosse-talent-verschwendung-an-deutschen-schulen/28028618.html

Ich teile denke ich eine ähnliche Geschichte wie Fatbardh Mehmeti. Meine damalige Grundschullehrerin hatte meinem Vater bereits in der dritten Klasse vermittelt, dass ich eine Hauptschulempfehlung bekommen werde. Das hat bei meinem Vater die Alarmglocken läuten lassen: Er selber hat sein Abschluss in der Hauptschule gemacht und wollte unbedingt, dass seine Kinder irgendwann studieren und ihr Potenzial entfachen.

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Effizienz und Produktivität

Ich habe aktuell neben meinem Vollzeit Masterstudium drei aktive Tätigkeiten, denen ich nachgehe: Ich bin bei SAP als Datenanalyst tätig. Ich bin Lehrbeauftragter an meiner Hochschule. Ich halte die Infrastruktur von Proxer instand. Ich habe auch inaktive Tätigkeiten, beispielsweise meine selbstständige Tätigkeit. Auch da habe ich ab und an noch was zu tun. Aber ich habe meine Aufgaben bei Sokra.Tech beispielsweise größtenteils automatisiert.

Effizient und eine hohe Produktivität sind für mich wertvolle Eigenschaften, die ich in meinem Leben pflegen möchte. Meine Lebenszeit ist beschränkt. Ich will jede Stunde meines Lebens mit Überzeugung leben. Wenn ich arbeite, soll ich auch wirklich arbeiten. Wenn ich Freizeit mache, soll ich auch wirklich Freizeit machen. Es soll aber dabei nicht so sein, dass ich meine Arbeit verabscheuen soll. Effizienz ist nicht, etwas hektisch zu machen – und hohe Produktivität nicht, Werke von minderer Qualität zu erzeugen. Es ist ein wenig, wie Thich Nhat Hanh es sagt:

Spüle das Geschirr entspannt ab, als sei jede Schale ein Gegenstand deiner Betrachtung. Betrachte jeden Teller als heilig. Folge deinem Atem, damit dein Geist nicht abschweift. Versuche nicht dich zu beeilen, um die Arbeit hinter dich zu bringen. Betrachte den Abwasch als das Wichtigste auf der Welt.

Ich kann meine Tätigkeiten problemlos jonglieren und habe trotzdem noch Zeit um regelmäßig Sport und andere private Aktivitäten zu machen. Es macht Freude und meine Kapazitäten erlauben es einfach. Vor kurzem ist aber Ramadan dazu gekommen, und ab und an stellt das eine Herausforderung dar. Meine Erfahrung ist, dass man zwar sehr viel konzentrierter ist, dass die Produktivität aber sinkt, wenn man trocken fastet.

Die Fastenzeit kann eine Herausforderung sein. Aber jede Herausforderung hat seine guten Seiten: Man kann nur daraus wachsen und besser werden. Es gibt Anlass, noch einmal seine Tätigkeiten zu überdenken – überlegen, wie man es besser machen kann – oder auch einfach etwas mehr zu ruhen.