Effizienz und Produktivität

Ich habe aktuell neben meinem Vollzeit Masterstudium drei aktive Tätigkeiten, denen ich nachgehe: Ich bin bei SAP als Datenanalyst tätig. Ich bin Lehrbeauftragter an meiner Hochschule. Ich halte die Infrastruktur von Proxer instand. Ich habe auch inaktive Tätigkeiten, beispielsweise meine selbstständige Tätigkeit. Auch da habe ich ab und an noch was zu tun. Aber ich habe meine Aufgaben bei Sokra.Tech beispielsweise größtenteils automatisiert.

Effizient und eine hohe Produktivität sind für mich wertvolle Eigenschaften, die ich in meinem Leben pflegen möchte. Meine Lebenszeit ist beschränkt. Ich will jede Stunde meines Lebens mit Überzeugung leben. Wenn ich arbeite, soll ich auch wirklich arbeiten. Wenn ich Freizeit mache, soll ich auch wirklich Freizeit machen. Es soll aber dabei nicht so sein, dass ich meine Arbeit verabscheuen soll. Effizienz ist nicht, etwas hektisch zu machen – und hohe Produktivität nicht, Werke von minderer Qualität zu erzeugen. Es ist ein wenig, wie Thich Nhat Hanh es sagt:

Spüle das Geschirr entspannt ab, als sei jede Schale ein Gegenstand deiner Betrachtung. Betrachte jeden Teller als heilig. Folge deinem Atem, damit dein Geist nicht abschweift. Versuche nicht dich zu beeilen, um die Arbeit hinter dich zu bringen. Betrachte den Abwasch als das Wichtigste auf der Welt.

Ich kann meine Tätigkeiten problemlos jonglieren und habe trotzdem noch Zeit um regelmäßig Sport und andere private Aktivitäten zu machen. Es macht Freude und meine Kapazitäten erlauben es einfach. Vor kurzem ist aber Ramadan dazu gekommen, und ab und an stellt das eine Herausforderung dar. Meine Erfahrung ist, dass man zwar sehr viel konzentrierter ist, dass die Produktivität aber sinkt, wenn man trocken fastet.

Die Fastenzeit kann eine Herausforderung sein. Aber jede Herausforderung hat seine guten Seiten: Man kann nur daraus wachsen und besser werden. Es gibt Anlass, noch einmal seine Tätigkeiten zu überdenken – überlegen, wie man es besser machen kann – oder auch einfach etwas mehr zu ruhen.

Oerdek.Com: Meine neue Landing-Seite

Die Domain „oerdek.com“ hatte ich bereits seit längerem gekauft, wusste aber noch nicht so recht, was ich damit anfangen soll. Irgendwie hat sich mit der Zeit doch einiges ergeben. Anfangs habe ich einfach nur Mailadressen damit erstellt. Anschließend kam ein Matrix Server hinzu. Und nun habe ich die Startseite der Domain zu einer Landing-Page umgewandelt.

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@oerdek.com: Matrix Server für den Privatgebrauch

In der EU gibt weiterhin Bestrebungen, die Verschlüsselung von digitalen Nachrichtendiensten wie Whatsapp und Signal auszuhebeln. Ich hatte auch vor ein paar Jahren ein Beitrag aus Heise in diesem Zusammenhang geteilt. Das Ganze ist also nichts neues.

Ich halte verschlüsselte Kommunikation für ein hohes Gut. Für mich gilt an erster Stelle, dass ich für mich und meine nächsten sichere Kommunikationskanäle schaffe. Ich habe zu diesem Anlass beschlossen, für mich ein Server des Messengers „Matrix“ zu betreiben. Der Server ist hier erreichbar. Das Web-UI dieses Messengers ist vergleichbar mit Discord.

Web UI von Element / Matrix

Dezentralisierung ist was großartiges: In einer dezentralisierten Infrastruktur ist jeder Host an erster Stelle für sich selbst verantwortlich. Ich werde den Matrix Server für mich betreiben und für mich nutzen. Ich werde ihn jedoch auch meiner Familie und allen Freunden bereitstellen, die vielleicht keine Ressourcen haben, solch eine Infrastruktur selber zu betreiben.

Aktuell belasse ich die Registrierungen offen. Jeder interessierte kann ich auf meinem Server registrieren. Ich selber bin unter @enes:oerdek.com erreichbar.

Zurück vom Urlaub

In den letzten Tagen war ich im Urlaub in Istanbul. Ich bin seit gestern wieder zurück. Wir hatten eine Woche Urlaub und haben in der Zeit versucht so viel wie möglich raus zu holen. Es war dementsprechend intensiv und ich hatte keine Zeit mehr zum Bloggen.

Ayasofya von Sultanahmet aus gesehen

Wir haben sehr viele Lokale und Aktivitäten für uns Entdeckt, neue Erfahrungen gesammelt. Ich werde in den kommenden Tagen meine Reise protokollieren und meine Erkenntnisse teilen.

In der Zwischenzeit hat sich die Ukraine Thematik auf globaler Sicht entwickelt. Ich habe die Entwicklung ein wenig nebenher mit verfolgt. Ich bin bereits auf der Suche nach Daten, die ich auswerten kann. Das wird wieder einmal spannend.

Ich plane demnächst, meine Telegram Analysen zu aktualisieren und verbessern. Das Thema rund um Telegram als Nachrichtenquelle hat eine weitere Dynamik gewonnen und ich will die Analysen noch detaillierter ausarbeiten. Wie hat sich das Ganze seit der Ukraine-Krise entwickelt?

Ab nächster Woche fängt offiziell das nächste Semester an. Mein Vertrag als Lehrbeauftragter ist verlängert und die Datenbank-Prüfung ist fertig kontrolliert. Die erste Vorlesung im neuen Semester ist bereits übernächste Woche. Ich werde zum letzten Semester ein kleines Fazit demnächst veröffentlichen.

Meine Arbeit bei SAP geht ab morgen weiter. Irgendwie bin ich sehr motiviert. Spannende unerforschte Datensätze warten nur darauf, von mir aufbereitet und mit dem Team geteilt zu werden!

Auf Modellierung und 3D-Druck Front hatte ich in Istanbul die Gelegenheit, sehr viele neue Designs zu finden. Die Designs ähneln meinem Kerzenhalter und Smartphone-Designs sehr. Ich will die Designs aus den historischen Orten Istanbuls kopieren und daraus neue 3D Objekte machen. Auch Designs sind Kulturgüter, die man erhalten muss. Ich kann dabei unterstützen, diese zu erhalten, indem ich sie digitalisiere und teile.

Ein Design aus dem Topkapı Palast

Das wird eine spannende Zeit!

Mein Blog wird zweisprachig

Die Globalisierung schreitet unaufhaltsam voran und Zweisprachigkeit ist in diesem Kontext vielleicht gar nicht so verkehrt. Englisch versteht heute jeder. Ich bleibe primär bei deutsch. Ich biete zukünftig meine Posts aber auch auf englisch an.

Das ist der erste zweisprachige Beitrag.

Nginx Access Logs Analyse

Access-Logs sind in Hinsicht auf Datenschutz sehr kritisch. Man kann sie als Nutzer einer Webseite nicht deaktivieren und sie fallen unter den sensiblen Daten, da sie IP Adressen beinhalten und Rückschlüsse auf einzelne Menschen erlauben. Ich hatte bereits angekündigt, dass ich für einen bestimmten Zeitraum die Access-Logs meines Blogs untersuchen möchte. Ich möchte heute meine ersten Erkenntnisse darüber teilen.

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Ende einer Odyssee

Ich bin nach einer langen Reise wieder zurück in meinen vier Wänden. Die letzten Wochen und Monate waren außergewöhnlich. Dankbarkeit und Trauer sind die Gefühle, die ich gerade verspüre.

Ich verspüre Dankbarkeit dafür, dass ich wieder gesund Zuhause angekommen bin, den Genuss von Alltag wieder verspüre. Dass ich mich in geregelter und erfüllter Arbeit betätige. Dass ich bald wieder studieren werde und mich dem Lernen hingeben darf.

Ich verspüre große Trauer dafür, dass ich Menschen zurückgelassen habe, die ich eventuell nie wieder sehen oder treffen werde. Mir wurde wieder einmal klar vor Augen gebracht, dass die guten Zeiten sehr schnell enden können.

Den gegenwärtigen Moment genießen und schätzen ist etwas, was ich oftmals vergesse. Ich möchte erst einmal meine Ruhe und mich öfter daran erinnern.

Anker einziehen

Die Zukunft ist ungewiss. Das vergisst man oft, wenn man im Alltag angekommen ist. Man erwartet, dass der Morgen so, oder so ähnlich wird. Wenn man ein Vollzeitjob arbeitet kennt man das. Das gibt einem das Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit – eine Art Anker. Man ist bereit für dieses Anker Ungemütlichkeiten hin zu nehmen, zum Beispiel morgens früh aufstehen. Fehlt dieser Anker, fühlt man sich unsicher und ist besorgt. Wenn diese Gefühle auftreten, darf man an das Folgende erinnert werden.

Ein Schiff im Hafen ist sicher, doch dafür werden Schiffe nicht gebaut.

Paulo Coelho

Mein Studium ist kurz vor dem Abschluss. Gestern habe ich den Entwurf meiner Bachelorarbeit zur Review weiter gesendet. Ich bin an einem Scheideweg, an dem entschieden wird, wohin die Reise geht. Es fühlt sich so an, wie vor ein paar Jahren, als ich mit 3D-Entwicklung neu angefangen hatte, oder von Karlsruhe nach Schwetzingen umgezogen bin. Ein wenig beunruhigend, ein wenig euphorisch und alles in allem eine sehr spannende Zeit. Ich weiß absolut nicht, wo ich in 3 Monaten sein werde.

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Nachrichten

A man is literally what he thinks, his character being the complete sum of all his thoughts.

James Allen, As a Man Thinketh

Überall wo man hinschaut sind negative Nachrichten. Wenn man sie zu viel liest, dominieren sie das Bewusstsein und man entwickelt ein negatives Weltbild. Das beeinflusst am Ende das ganze Leben negativ, in dieser Hinsicht stimmt meine Beobachtung mit James Allens Aussagen überein. Dabei ist alles eigentlich ganz ok: Familienmitgliedern gehts gut, man hat ein Dach überm Kopf und ein wenig was zu essen. Mehr sollte es eigentlich nicht brauchen. Man kann seine mentalen Kapazitäten für andere Sachen nutzen. Ich habe beschlossen, einfach keine Nachrichten mehr zu lesen.

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